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KUNSTFORMEN UND TÄNZE KERALAS
Kerala besitzt internationalen ruhm dank seiner 300-jährigen
klassischen Tanzform "Kathakali", die Ballet, Oper, Maske und Pantomime
kombiniert. Man sagt, es handle sich dabei um eine Entwicklung aus anderen
Artformen wie Kootiyattam und Ramanattam.
kathakali erzählt Auszüge aus den Geschichten der indischen
Mythologie und den Puranas, antike Schriften. Dargestellt in Tempelfesten nach
Sonnenuntergang, Kathakali wird durch das Kelikottu (schlagen der Trommeln) von
Chengila (Gong) begleitet, angekündigt. Die Tànzer
grosse Röcke und Kopfbekleidungen und sind äusserst kompliziert geschminkt. Der
Reichtum dieses Gemisches aus Farben, Ausserungen, Musik, Drama und Tanz sind
unvergleichlich in anderen Artformen. Mit den
Mudras (Mimik) sowie der musikalischen Begleitung von Instrumenten und Gesang
entfaltet Kthakali Geschichten aus vergangenen Zeitaltern mit einer Finesse, die
an die griechischen Spiele erinnern. Die
begleitenden Instrumente des Orchesters bestehen aus zwei Trommeln, Maddalam und
Chenda, dem Chengila, eines Glocken-Metall-Gong und des Ilathalam, den Zymbalen.
MOHINIYATTAM (TANZ DER BEZAUBERIN) Dieser
typische Tanz aus Kerala ist das weibliche Gegenstück zu Kathakali. Der Tanz
besteht aus weichen, graziösen Bewegungen und seine Technik ist vorwiegend
weiblich. THULLAL Grosse Unterhaltung wird durch diese
klassische Kunstform angeboten, es handelt sich dabei um eine soziale Satire. Es
gibt drei Formen von Thullal: Ottanthullal, Parayanthullal und
Sheetanganthullal. THEYYAM Im nördlichen Malabar Gebiet, wo diese
Artform ihren Ursprung hat, erfreute dieser rituelle Tanz die volksgottheiten,
Geister und Vorfahren. Aufgeführt von Männern, die Masken, Körperfarbe, bunte
Kostüme und mudi (kopfbedeckung) tragen. Jede Aufführung beginnt mit der
Lobpreisung der Götter, dem Thottam (Lied). Beeinflusst durch Kalaripayattu, der
Kampfsportart Keralas, sind die Tanzschritte durch den Rhythmus von Trommeln und
Zymbalen begleitet. Diese Aufführungen finden normalerweise zwischen Dezember
und Mai statt, eine tägliche aufführung ist im Parassinikadavu Tempel, 20 km
nördlich von kannur zu sehen. KALARIPAYATTU Die weltweit àlteste bekannte Kampfsportart
stammt aus Kerala. Der Ursprung von Kalaripayattu kann zum 12.Jahrhundert n.Chr.
verfolgt werden. Kalaripayattu bedeutet Ausbildung zum Kampf in der Halle. Die
Ausbildung findet im Kalari, dem Tempels des Lernens statt. Der Gurukkal
unterichtet in rigoroser körperlichen Ausbildung sowie Selbstbeherrschung.
Verschiedene Waffen werden verwendet: Schwert, Schild, Dolch, Speer und
Kuruvadis (Stecken). Diese Ausbildung zielt auf die Koordination von Geist und
Körper hin. Die traditionelle Ausbildung schliesst
spezialisierte und einheimische medizinische Vorbereitungen und Methoden von
Behandlungen ein, die für kalari-abhängige Verletzungen wie Brüche,
Verstauchungen und Schnittwunden entwickelt wurden. die regelmàssige Oelmassage
(Uzhichil) die mit einem besonders zubereiteten heilkräftigen Oel angewandt wird
dient der Erlangung der körperlichen Beweglichkeit. Kalaripayattu hat zur traditionellen Kunst
und den verschiedenen Tanformen Keralas, wie Kathakali, Koodyattam usw.
beigetragen. Wie in Kalaripayattu werden körperliche Ausbildung und
regelmässige Oelmassagen angewendet.
DAS KLASSISCHE TANZ-DRAMA KATHAKALI
Die Tanzform erfordert langwieriges und rigoroses Training, welches zur
kompletten Kontrolle des Körpers und der Empfindlichkeit des Gefühls führt um
alle Feinheiten durch Gesichtsaudrücke und Handgesten darzustellen. Die Themen
werden aus den zwei grossen Epen, Ramayana und Mahabharatha aufgeführt.
Kathakali-Ausbildung legt große Betonung auf komplizierte Körperbewegungen und
Gesichtsausdrücke. Es ist eine anspruchsvolle Kunstform, die Jahre strengster
Ausbildung erfordert. Bis zum Anfang dieses Jahrhunderts blieben Kathakali
Bewerber beim Guru oder Lehrer direkt von einem jungen Alter an und erlebten
einen zwölfjährigen Kurs.
Mit dem Aufkommen von formalen Trainingzentren, ist das "Gurukula" - System
praktisch verschwunden. wie auch in Kalarippayattu ist die Massage ein
integraler Teil des Kathakali trainings. Die Massage hat Erlangung von
Körper-Flexibilitàt zum Ziel.
Kathakali-Studenten müssen sich rigorosem Training sowie regelmässigen
Oelmassagen unterstellen und spezielle Uebungen für die Augen, Lippen, Wangen
und Nacken machen. "Abhinaya" (Gesichtsausdrücke) ist von primärer Wichtigkeit
wie auch "nritya" (Tanz) und "geetham" (Gesang)
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